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Krisenvorsorge-Checkliste nach BBK: zum Abhaken und Ausdrucken

Die offizielle BBK-Vorsorge in einer Liste zum Abhaken und Ausdrucken: alle acht Bereiche von Wasser und Vorrat über Dokumente bis zu den Warnkanälen, mit dem Ziel von rund zehn Tagen, ohne Prepper-Klischee.

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Krisenvorsorge-Checkliste nach BBK: zum Abhaken und Ausdrucken
Orientierung · 1668 Wörter

Auf einen Blick

Thema
Ratgeber
Lesezeit
8 Min.
Im Artikel
Gliederung
Aktualisiert
19.06.2026
Kurzzusammenfassung
  • Ziel zehn Tage, Einstieg drei Tage. Das BBK empfiehlt, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können. Schon drei Tage helfen spürbar und lassen sich Schritt für Schritt ausbauen.
  • Acht Bereiche statt Bunker. Essen und Trinken, Information, Licht und Wärme, Hausapotheke, Notgepäck, Hygiene, Brandschutz und Sonstiges. Die amtliche Liste ist eine Hilfestellung, kein Pflichtprogramm, und wird an die eigene Lebenssituation angepasst.
  • Wasser zuerst, Dokumente und Bargeld nicht vergessen. Das sind die am häufigsten unterschätzten Punkte.
  • Diese Checkliste ist zum Abhaken und Ausdrucken und verlinkt für die Tiefe in unsere passenden Ratgeber.

Wer „BBK-Checkliste" oder „Katastrophenschutz-Checkliste" sucht, will eine klare, vollständige Liste, der man vertrauen kann. Genau die haben wir hier nach den aktuellen Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) aufbereitet, zum Abhaken und Ausdrucken. Wichtig vorab: Das BBK versteht seine Empfehlungen ausdrücklich als Hilfestellung, nicht als starre Vorgabe. Es geht um alltagstaugliche Vorsorge, nicht um einen Prepper-Keller.

Kurz gesagt

Das BBK empfiehlt Privathaushalten, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können, mindestens drei Tage als Einstieg. Die amtliche Vorsorge gliedert sich in acht Bereiche: Essen und Trinken, Information und Kommunikation, Licht und Wärme, Hausapotheke, Notgepäck, Hygiene, Brandschutz und Sonstiges. Jeder Haushalt passt die Liste an seine Lebenssituation an.

Was steht auf der BBK-Checkliste?

Die BBK-Checkliste für die Krisenvorsorge umfasst acht Bereiche: Essen und Trinken, Information, Licht und Wärme, Hausapotheke, Notgepäck, Hygiene, Brandschutz und Sonstiges. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können. Drei Tage sind ein guter Einstieg, und die Liste ist eine Hilfestellung, kein Pflichtprogramm.

Die acht Bereiche der Krisenvorsorge nach BBK

Diese acht Bereiche bilden die Struktur der offiziellen BBK-Checkliste. Darunter findest du jeden Bereich als abhakbare Liste.

WasserEssen & Trinken2 l pro Person und Tag plus haltbare Lebensmittel
InfoInformationnetzunabhängiges Radio, Warn-App, Powerbank
LichtLicht & WärmeTaschenlampe, Kerzen, Kleidung, Decken
HilfeHausapothekeMedikamente, Verbandsmaterial, Schmerzmittel
TascheNotgepäckein Rucksack pro Person für die ersten Tage
HygieneHygieneSeife, Toilettenpapier, Müllbeutel
FeuerBrandschutzRauchmelder, Feuerlöscher, CO-Melder
DokuSonstigesDokumente, Bargeld, wichtige Rufnummern

Die BBK-Checkliste zum Abhaken

Hake ab, was du schon hast. Die Mengen richten sich nach deinem Zielhorizont, also drei bis zehn Tage und der Anzahl der Personen im Haushalt.

Essen und Trinken

Wie viel genau in den Vorrat gehört, rechnet unsere Notvorrat-Liste nach BBK für deinen Haushalt vor.

Worauf es bei der alternativen Kochgelegenheit ankommt und wie du ohne Strom sicher warme Mahlzeiten zubereitest, erklärt unser Ratgeber Kochen ohne Strom.

Information und Kommunikation

Licht und Wärme

Sicherheitshinweis

Der sichere Weg, ohne Strom warm zu bleiben, kommt ganz ohne Verbrennung aus: warme Kleidung, Decken, Schlafsäcke und das Ein-Raum-Prinzip, also einen Raum bewohnen und gemeinsam wärmen. Das BBK führt zwar auch netzunabhängige Heizgeräte wie Gas-, Petroleum- oder Ethanolgeräte auf. Beim Verbrennen entsteht aber Kohlenmonoxid, ein geruchloses Gas, das in geschlossenen Räumen zu lebensgefährlichen Vergiftungen führen kann, dazu kommt Brandgefahr. Verbraucherzentralen warnen ausdrücklich vor Ethanol-Feuerstellen in Innenräumen. Verbrennungsgeräte gehören deshalb nicht in geschlossene Wohnräume.

Hausapotheke

Persönliche und verschreibungspflichtige Medikamente immer mit Arzt oder Apotheke abstimmen (Bedarf, Haltbarkeit, Rezept). Diese Liste ist eine allgemeine Vorsorge-Orientierung und ersetzt keine medizinische Beratung.

Notgepäck (für den Fall einer Evakuierung)

Das Notgepäck ist für unterwegs gedacht (rund zwei Tage, ein Rucksack pro Person), der Hausvorrat fürs Zuhausebleiben (drei bis zehn Tage). Erst beim Losgehen kommen die Dinge dazu, die man täglich braucht: Personalausweis oder Reisepass, Geldkarten, Gesundheitskarte, Schlüssel und Handy.

Hygiene

Brandschutz

Sonstiges

Beim Bargeld nennt das BBK bewusst keinen festen Betrag. Sinnvoll sind kleine Scheine und Münzen für die normalen Ausgaben einiger Tage. Eine konkrete Summe wäre eine eigene Einschätzung, keine amtliche Vorgabe.

Eine Hand hakt am Holztisch eine Krisenvorsorge-Checkliste ab, in ruhigem warmem Licht
Vorsorge nach BBK ist Alltag, kein Ausnahmezustand. Jede Vorbereitung zählt, Schritt für Schritt.

Wie viel Wasser und Vorrat sind sinnvoll?

Beim Wasser ist die amtliche Linie klar: 2 Liter pro Person und Tag, davon etwa 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter zum Kochen. Für ältere Menschen eher etwas mehr. Für drei Tage sind das 6 Liter pro Person, für zehn Tage 20 Liter.

Trinkwasser-Bedarf nach Haushalt (2 Liter pro Person und Tag)
Haushalt 3 Tage 10 Tage
1 Person 6 l 20 l
2 Personen 12 l 40 l
4 Personen 24 l 80 l

Für die konkreten Lebensmittelmengen verweist das BBK auf die amtliche Vorratstabelle und den Vorratskalkulator des Portals Ernährungsvorsorge der BLE, gerechnet auf rund 2.200 Kilokalorien pro Person und Tag. Die ganze Rechnung mit abhakbarer Liste findest du in unserer Notvorrat-Liste nach BBK.

Dokumente sichern: was ins Original, was als Kopie

Das BBK empfiehlt eine griffbereite Dokumentenmappe an einem Ort, den alle im Haushalt kennen, dazu eine digitale Sicherung und idealerweise einen feuerfesten oder wasserdichten Behälter. Welche Form ein Dokument braucht, klärst du im Zweifel bei der ausstellenden Stelle.

Dokumentenmappe nach BBK
Dokument Form
Familienurkunden (Geburt, Heirat, Stammbuch) im Original
Sparbücher, Versicherungspolicen, Wertpapiere Original oder beglaubigte Kopie
Verträge, Testament, Patientenverfügung, Vollmacht Original oder beglaubigte Kopie
Renten-, Einkommens- und Qualifikationsnachweise Original oder beglaubigte Kopie
Personalausweis, Reisepass, Führerschein, Fahrzeugpapiere einfache Kopie
Impfpass, Grundbuchauszüge, Leistungsbescheide einfache Kopie

Im Krisenfall informiert bleiben

Das BBK setzt auf einen Warnmix, damit eine Warnung auch ankommt, wenn ein Kanal ausfällt. Tragend sind diese Wege:

  • Warn-App NINA zeigt Warnungen des Bevölkerungsschutzes, des Wetterdienstes und zu Hochwasser. Seit Juli 2025 gibt es einen eigenen Bereich für besondere polizeiliche Lagen.
  • Cell Broadcast sendet Warnungen standortbezogen und anonym direkt aufs Handy. Seit dem 25. November 2025 werden darüber auch Entwarnungen verschickt, dafür sollte die entsprechende Stufe im Smartphone aktiviert sein.
  • Sirenen (jeweils etwa eine Minute): ein auf- und abschwellender Heulton bedeutet Warnung, ein gleichbleibender Ton Entwarnung. Die Sirene weckt und alarmiert vor allem. Was konkret zu tun ist, erfährst du dann über Radio und Warn-App.
  • Radio: ein netzunabhängiges Gerät (Batterie, Akku, Kurbel oder Auto) bleibt nutzbar, wenn Mobilfunk und Internet ausfallen.
  • warnung.bund.de bündelt die Warnungen zusätzlich im Browser.

Der materielle Kern der Vorsorgeliste ist stabil geblieben. Modernisiert wurde vor allem die Warnung und Kommunikation. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Was sich 2025/26 beim Bevölkerungsschutz geändert hat
Datum Änderung
Seit Juli 2025 Die Warn-App NINA hat einen eigenen Bereich für besondere polizeiliche Lagen.
11./12. Sept. 2025 Bundesweiter Warntag: rund 97 Prozent fühlten sich gewarnt, etwa drei Viertel über Cell Broadcast.
Oktober 2025 Überarbeiteter BBK-Ratgeber, praxisnäher, neu unter anderem Desinformation, Schutzorte und mentale Gesundheit.
25. Nov. 2025 Cell Broadcast verschickt nun auch Entwarnungen (dafür die entsprechende Stufe im Handy aktivieren).

Ehrlich eingeordnet: Vorsorge ohne Bunker

Die wichtigste Botschaft des BBK ist nicht Angst, sondern Machbarkeit. Drei Tage sind ein guter Start, zehn Tage das Ziel, und jede Vorbereitung zählt. Verbraucherzentralen ergänzen nüchtern: Großflächige, lange Stromausfälle sind in Deutschland selten, und umfangreiche Vorräte oder teure Notstromlösungen sind für private Haushalte in der Regel nicht nötig.

Vieles auf dieser Liste hast du längst im Haus. Wo ein abgestimmtes Paket den Einstieg erleichtert, haben wir zwei ehrliche Bausteine: Die BlackoutBox bündelt die Technik für Licht, Information, Stromreserve und Wärme-Soforthilfe, und für die kritischen ersten 72 Stunden ohne Kochen gibt es die NutriBox. Wasser, persönliche Medikamente, Dokumente und Bargeld ergänzt jeder Haushalt selbst. Wie du im Ernstfall Schritt für Schritt handelst, zeigt unser Ratgeber Was tun bei Stromausfall, und was in ein Notfallpaket gehört, klärt der Notfallpaket-Ratgeber.

Häufige Fragen (FAQ)

Was empfiehlt das BBK für die Krisenvorsorge zu Hause?

Das BBK empfiehlt Privathaushalten, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können, mindestens drei Tage als Einstieg. Die amtlichen Bausteine sind Essen und Trinken, Information und Kommunikation, Licht und Wärme, Hausapotheke, Notgepäck, Hygiene, Brandschutz und Sonstiges. Die Liste ist eine Hilfestellung und wird an die eigene Lebenssituation angepasst.

Gibt es die BBK-Checkliste als PDF?

Ja. Das BBK stellt die „Checklisten zur Vorsorge für Krisen und Katastrophen" als PDF bereit, dazu den ausführlicheren Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen". Unsere Liste oben gibt diese Bereiche zum Abhaken wieder und lässt sich direkt ausdrucken.

Wie viel Wasser sollte man laut BBK zu Hause haben?

Das BBK rechnet mit 2 Litern pro Person und Tag, aufgeteilt in etwa 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter zum Kochen. Für drei Tage sind das 6 Liter pro Person, für zehn Tage 20 Liter. Ältere Menschen sollten eher etwas mehr einplanen.

Wie lange sollte der Notvorrat reichen?

Amtlich gilt: möglichst zehn Tage, mindestens aber drei Tage als Einstieg, der schrittweise ausgebaut wird. Für die konkreten Lebensmittelmengen verweist das BBK auf die Vorratstabelle und den Vorratskalkulator des BLE-Portals Ernährungsvorsorge.

Was gehört in die Dokumentenmappe?

Familienurkunden im Original, Finanz-, Versicherungs- und Qualifikationsunterlagen sowie Verträge und Vollmachten im Original oder als beglaubigte Kopie, dazu Ausweise, Führerschein, Fahrzeugpapiere und Impfpass als einfache Kopie. Wichtig sind außerdem eine digitale Sicherung und ein Ort, den alle im Haushalt kennen.

Was gehört in ein Notgepäck nach BBK?

Das Notgepäck deckt die ersten Tage außer Haus ab, falls man die Wohnung schnell verlassen muss. Hinein gehören persönliche Medikamente und Erste Hilfe, ein batteriebetriebenes Radio, Taschenlampe und Powerbank, Verpflegung für zwei Tage und eine Trinkflasche, wetterfeste Kleidung, die Dokumentenmappe und Bargeld. Das BBK empfiehlt pro Person nicht mehr als einen Rucksack.

Wie bleibt man im Krisenfall informiert?

Über einen Warnmix: vor allem die Warn-App NINA und ein netzunabhängiges Radio, in besonderen Lagen zusätzlich Sirenen und Cell Broadcast aufs Handy. Wichtig ist ein Radio mit Batterie, Akku oder Kurbel, weil bei Stromausfall Mobilfunk und Internet ausfallen können. Zusätzlich bündelt warnung.bund.de die Warnungen im Browser.

Hat sich die BBK-Empfehlung zuletzt geändert?

Der materielle Vorsorgekern blieb stabil. Modernisiert wurde 2025 vor allem die Warnkommunikation, etwa mit dem überarbeiteten Ratgeber, dem Ausbau der Warn-App NINA und der Erweiterung von Cell Broadcast um Entwarnungen.

Einordnung und Quellen

Transparenz

Diese Checkliste gibt die amtlichen BBK-Empfehlungen strukturiert und alltagstauglich wieder, ohne Alarmismus. Maßgeblich bleiben im Ernstfall die offiziellen Warnungen und lokalen Behördenhinweise. Quellen: BBK Ratgeber & Checklisten, BBK Dokumente sichern, BBK Notgepäck, BBK Warnung, das Portal Ernährungsvorsorge der BLE sowie die Verbraucherzentrale.

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