- Vier Bereiche zählen. Das BBK ordnet die Notfallausrüstung in vier Gruppen. Licht, Wärme und Kommunikation gehören dazu, außerdem Lebensmittel und Wasser, Erste Hilfe und Hygiene sowie ein griffbereites Notgepäck.
- Wasser und Vorrat zuerst. Rechnen Sie mit etwa zwei Litern Trinkwasser pro Person und Tag und legen Sie haltbare Lebensmittel dazu. Zehn Tage sind das Ziel, schon drei Tage helfen aber spürbar.
- Unabhängig informiert bleiben. Ein Kurbel- oder Batterieradio und die Warn-App NINA bringen Behördeninfos auch dann, wenn Mobilfunk und Internet streiken.
- Wärme nur sicher erzeugen. Decken und warme Kleidung kommen zuerst. Gasheizer oder Kocher dürfen nur mit CO-Warner und guter Lüftung in den Einsatz, niemals unbeaufsichtigt im Wohnraum.
- Vorsorge muss griffbereit sein. Prüfen Sie einmal im Jahr Haltbarkeit und Batterien und lagern Sie alles an einem festen Ort, den jeder im Haushalt kennt.
Seit Oktober 2025 beantwortet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, kurz BBK, eine Frage, die sich viele stellen. Was sollte man für einen Blackout zu Hause haben? In einem grundlegend überarbeiteten Ratgeber gibt die Behörde dazu klare Empfehlungen für die private Vorsorge. Sie geht davon aus, dass staatliche Hilfe in einer großen Lage oft erst verzögert ankommt. Deshalb ist die eigene Vorbereitung der wichtigste Schutz. Wer ein paar Dinge bereithält, bleibt im Ernstfall handlungsfähig und entlastet zugleich die Rettungskräfte, die sich zuerst um die schwächsten Betroffenen kümmern müssen. Dieser Beitrag fasst zusammen, worauf es laut BBK wirklich ankommt und wie Sie Ihre Ausrüstung sinnvoll zusammenstellen.
Licht, Wärme und Kommunikation
Die erste Gruppe dreht sich um die unmittelbaren Grundbedürfnisse. Bei Licht setzt das BBK auf Taschenlampen mit Ersatzbatterien und ein solar- oder batteriebetriebenes Kurbelradio, das auch ohne Strom und Mobilfunk Behördeninfos empfängt. Kerzen und ein Feuerzeug dürfen dazu, bleiben aber Reserve. Fällt die Heizung aus, helfen zuerst warme Kleidung, Wolldecken und Schlafsäcke. Eine netzunabhängige Heizoption wie ein Gasheizer ist nur dann sinnvoll, wenn er sich sicher betreiben lässt. Eine geladene Powerbank gehört ebenfalls dazu, damit das Handy so lange wie möglich erreichbar bleibt. Und die kostenlose Warn-App NINA empfiehlt der neue Ratgeber ausdrücklich.
Improvisierte Heizquellen, Campingkocher und Grills erzeugen im Innenraum lebensgefährliches Kohlenmonoxid. Betreiben Sie sie nie unbeaufsichtigt in der Wohnung, lüften Sie gut und hängen Sie einen CO-Warner auf. Offene Flammen wie Kerzen sind nur eine Reserve. Die sichere Hauptlichtquelle ist LED-Licht.
Notfallset und Notfallkoffer, das BBK-Notgepäck
Für den Fall einer schnellen Evakuierung rät das BBK zusätzlich zu einem Notgepäck. Manche nennen es Notfallkoffer, und es sollte jederzeit griffbereit stehen. Hinein gehören warme Kleidung, wichtige Dokumente wie Personalausweis und Versicherungsunterlagen, persönliche Medikamente, Erste-Hilfe-Material, Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel, eine wiederbefüllbare Trinkflasche, Bargeld und eine geladene Powerbank. Dieses Paket hilft nicht nur beim Blackout. Es passt genauso bei Hochwasser oder einem Gebäudebrand, deshalb sollte es dauerhaft fertig sein. Ein Multifunktionsmesser, Klebeband und Müllbeutel runden es ab. Wichtig ist vor allem, dass jeder im Haushalt weiß, wo das Notgepäck steht.
Lebensmittel und Wasser nach BBK-Standard
Das Herzstück jeder Vorsorge ist ein Vorrat an Wasser und haltbaren Lebensmitteln. Das BBK rät dazu, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können, sagt im selben Atemzug aber etwas Beruhigendes. Schon drei Tage helfen viel und lassen sich später ausbauen. Pro Person und Tag sollten rund zwei Liter Trinkwasser eingeplant sein. Beim Essen bewährt sich eine bunte Mischung aus Konserven, Getreideprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen, H-Milch und haltbaren Fetten. Dazu kommen Medikamente für den eigenen Bedarf, Verbandszeug, ein Erste-Hilfe-Set und Hygieneartikel wie Desinfektionsmittel, Feuchttücher und Toilettenpapier. Einmal im Jahr lohnt ein kurzer Blick auf Haltbarkeit und Batterien. So bleibt am Ende auch wirklich alles einsatzbereit.
Zehn Tage sind das offizielle Ziel. 72 Stunden sind der realistische Einstieg. Gerade in einer Wohnung ist es klüger, mit einer soliden Drei-Tage-Basis zu starten und sie zu pflegen, statt einen großen Vorrat anzulegen, der dann unbeachtet altert. Wie sich eine Lebensmittelreserve sinnvoll planen lässt, zeigt der Beitrag Lebensmittel-Notfallreserve.
Häufige Fehler bei der Notfallausrüstung
Vorsorge scheitert selten am Willen. Sie scheitert an der Umsetzung. Der häufigste Trugschluss lautet, das Handy werde schon laufen. Fällt der Strom großflächig aus, sind Mobilfunk und Internet aber schnell überlastet oder ganz weg. Ein einfaches Radio bleibt dann der verlässlichste Draht nach draußen. Der zweite Fehler ist die Reihenfolge. Wasser und einfach essbare Lebensmittel sind wichtiger als Technik. Und drittens nützt die beste Ausrüstung wenig, wenn die Powerbank seit Monaten leer ist oder der Vorrat ganz hinten im Keller steht. Gute Vorsorge ist greifbar, beschriftet und einmal im Jahr geprüft.
BlackoutBoxen und EcoFlow Powerstations als Ergänzung
Wer die Empfehlungen einfach umsetzen will, ohne lange zu recherchieren und alles einzeln einzukaufen, findet bei Eurobased fertig gepackte BlackoutBoxen. Sie bündeln die wichtigsten Ausrüstungsteile in einem Paket, das sofort einsatzbereit ist. Die BlackoutBox Basic ist auf 72 Stunden ausgelegt und im Hardcase sortiert. Die BlackoutBox Premium legt mehr Reserve und ein Erste-Hilfe-Set drauf. Wasser und Nahrung sind in beiden bewusst nicht enthalten, denn diesen Teil passen Sie am besten selbst an Ihren Haushalt an, etwa über die NutriBox 72h. Wer zusätzlich Strom braucht, kommt mit einer Powerstation weiter. Sie arbeitet leise und ohne Abgase, hält Licht, Router und kleine Geräte über Stunden am Laufen und lädt sich per Solar wieder auf. Wer heute vorsorgt, handelt genau so, wie es das BBK empfiehlt. Mehr Themen finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.
Häufige Fragen zur Notfallausrüstung
Welche Notfallausrüstung empfiehlt das BBK konkret?
Das BBK nennt vier Bausteine. Erstens Licht, Wärme und Kommunikation, also Taschenlampe, Kurbelradio, Powerbank und warme Kleidung. Zweitens einen Vorrat an Wasser und haltbaren Lebensmitteln. Drittens Erste-Hilfe-Material und Hygieneartikel. Und viertens ein griffbereites Notgepäck mit Dokumenten, Medikamenten und Bargeld.
Wie viel Wasser und Essen brauche ich für einen Blackout?
Planen Sie rund zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag, dazu Wasser zum Kochen. Für 72 Stunden sind das etwa sechs Liter pro Person. Beim Essen zählt, was ohne Kühlung hält und möglichst ohne Kochen auskommt.
Brauche ich ein Notstromaggregat oder reicht eine Powerstation?
Für die meisten Haushalte reicht eine Powerstation. Sie ist leise, abgasfrei und sofort nutzbar und hält Licht, Router und kleine Geräte am Laufen. Ein Aggregat bringt mehr Leistung, ist aber laut und wartungsintensiv und gehört wegen der Abgase nur nach draußen.
Ist ein Kurbelradio wirklich nötig?
Ja. Bei großen Ausfällen sind Mobilfunk und Internet oft gestört oder überlastet. Ein Kurbel- oder Batterieradio bleibt dann der robusteste Weg, um Warnungen und Lageinfos zu hören.
Wie bewahre ich die Notfallausrüstung richtig auf?
An einem festen Ort, den jeder im Haushalt kennt, gut erreichbar und beschriftet. Prüfen Sie einmal im Jahr Haltbarkeit und Batterien und laden Sie Powerbank und Powerstation regelmäßig nach.
